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Verhalten im Brandfall
Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen
Rauchmelder
112 - Die Notrufnummer

Wir sind für SIE da!

24 Stunden am Tag.

7 Tage in der Woche.

365 Tage im Jahr.

Egal, ob Heiligabend, Karfreitag oder Silvester.

Wenn Sie uns brauchen, kommen wir.



Und zwar sofort!



Verhalten im Brandfall

Wichtig: Ruhe Bewahren

Benachrichtigen Sie die Feuerwehr über den Notruf: 112

(Vorsicht: Wenn sie mit dem Handy einen Notruf absetzen, wird dieser an die Notrufzentrale des jeweiligen zuständigen Standortes weitergeleitet. Es ist also wichtig ihre derzeitige Position anzugeben.)

Bitte geben sie immer folgende Informationen an:
- Wer ruft an ?
- Was ist passiert ? (Adresse, Gebäude, Etage)
- Genauere Angaben, was brennt ? / Verletzte ? / etc.


Bleiben Sie ruhig und - Benachrichtigen sie Personen die in Gefahr sind
- Helfen sie, wenn sie können
- Nutzen sie die ausgeschilderten Flucht- und Rettungswege
- Schließen sie Fenster und Türen
- Beginnen sie mit Löschversuchen, wenn möglich


Benutzen sie auf keinen Fall Aufzüge, sondern nur das Treppenhaus.


Vermeiden sie aber das Einatmen von Brandrauch!!!

Ist es dennoch notwendig verqualmte oder verrauchte Abschnitte zu durchqueren, tun Sie dies schnell und nur, wenn sie den Weg genau kennen. Bewegen Sie sich nur kriechend und schützen Sie sich vor dem Qualm mit nassen Tüchern.


Bei Ankunft der Feuerwehr oder anderer Hilfsorganisationen geben sie bitte möglichst genaue Auskunft über den Brandherd, Brandort und die Entstehung.


Wichtig: Sind noch Personen im Gebäude oder gibt es besondere Aspekte die zu berücksichtigen sind zum Beispiel:
- Gastank im Garten oder Erdgasleitung
- Rauchabzugseinrichtungen
- Brandschutztüren etc.


Bitte vermeiden Sie die Behinderung der Einsatzkräfte durch unüberlegte Handlungen oder durch Schaulustige.


Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen


Feuerwehr verzeichnet alljährlich schlimmste Verletzungen
Der Siedepunkt von Frittierfett liegt im wesentlichen über 100 Grad. Die meisten Brände entstehen durch Überhitzung des Fettes. Brennendes Fett niemals versuchen, mit Wasser zu löschen.

Bei einer Temperatur von 100 Grad wird aus Wasser Wasserdampf. Wird also ein Wasserstrahl in siedendes oder brennendes Fett gerichtet, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrößert dessen Oberfläche und führt zur Explosion.

Für die Bekämpfung gelten folgende Regeln:

- Bei Fettbränden kein Wasser benutzen.
- Dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entziehen.
(Deckel drauf !) - Auf Augen- und Gesichtsschutz achten.


Daher: - Friteusen müssen das VDE-Gütezeichen tragen.
- Filter der Dunstabzugshauben regelmäßig überprüfen.
- Friteusen sollten niemals unter eingeschalteten Dunstabzugshauben betrieben werden.
- Leicht flüchtige Fettbestandteile bilden mit ausreichender Luftverwirbelung leicht entzündliche Gemische. Auf Überhitzung des Frittenfettes achten; nur hochsiedende Fette, keinesfalls normales Haushaltsöl zum Frittieren verwenden.

Ausreichend erwärmtes Frittierfett hat Temperaturen von weit über 100°C.

Gerät Wasser, z.B. in Form von Eis bei tiefgekühltem Frittiergut, in heißes Fett, verdampft es sofort. Dabei tritt eine erhebliche Volumenzunahme ein. Aus einem Liter Wasser entstehen etwa 1.700 Liter Wasserdampf. Es kommt zum eruptionsartigen Überschäumen des Fettes, das sich bei entsprechender Luftverwirbelung schlagartig entzündet (Fettexplosion).




Rauchmelder

NRW Feuerwehrverband fordert gesetzliche
Verankerung zur Installation von Rauchmeldern
in privaten Wohnhäusern

Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen e.V.

- Pressedienst -

Nordrhein-westfälischer Feuerwehrverband fordert verbindliche Installation von Rauchmeldern.

Der nordrhein-westfälische Landesfeuerwehrverband fordert die verbindliche Installation von Rauchmeldern im privaten Bereich und überließ dazu der Landesregierung zur Überarbeitung der Bauordnung eine entsprechende Resolution. Diese Resolution verabschiedete nun die Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Kevelaer einstimmig.

„Durch Brandeinwirkung kommen bei Wohnungsbränden jährlich über 600 Menschen in Deutschland ums Leben und Tausende werden verletzt“, weiß Kreisbrandmeister Walter Jonas, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Landesfeuerwehrverbandes, aus den traurigen Statistiken. „Die Mehrheit davon stirbt an einer Rauchvergiftung. Gerade in der Entstehungsphase eines Brandes werden sehr viele Atemgifte freigesetzt. Schon das Einatmen
einer Lungenfüllung mit Brandrauch
führt zweifelsfrei in wenigen Sekunden zur Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tod“, führt Jonas aus, dass viele Opfer durch die Anbringung von Heimrauchmeldern heute noch leben könnten.

Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat die verbindliche Installation von Heimrauchmeldern bereits früher, in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Landesregierung vor der letzten Novellierung der Landesbauordnung, gefordert. Auch werben der Verband und seine Mitgliedsverbände und die örtlichen Feuerwehren seit vielen Jahren durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit unter dem Motto „Rauchmelder retten Leben“. „Der Erfolg dieser Werbemaßnahmen ist bescheiden“, weiß Jonas zu berichten. Der „World fire statistik at the end of 20th century“ ist zu entnehmen, dass in den Vereinigten Staaten Heimrauchmelder in 90 Prozent der Haushalte zu finden sind, in England in 75 Prozent der Haushalte und in Schweden in 70 Prozent der Haushalte. Deutschland bildet hier ein klägliches Schlusslicht: in lediglich sieben Prozent der bundesdeutschen Haushalten sind Rauchmelder verbreitet.

Daher hat die 10. Delegiertenversammlung des nordrhein-westfälischen Landesfeuerwehrverbandes jetzt in Kevelaer die Resolution einstimmig verabschiedet und fordert den Landtag auf: „Schreiben Sie bei der Änderung der Landesbauordnung die Installation von Heimrauchmeldern gesetzlich vor“. Der Landesfeuerwehrverband und seine Mitgliedsverbände sehen in der verbindlichen gesetzlich vorgeschriebenen Installation einen notwendigen Beitrag, um das Leben von Bürgern in Nordrhein-Westfalen, hier insbesondere das Leben von Kindern, zu schützen. „Dies ist ein wesentlich Beitrag zur Inneren Sicherheit, die vom Bürger selbst wahrgenommen werden kann. Dem Staat entstehen hierbei keine Kosten“, führt Walter Jonas aus und weist auf die geringen Anschaffungskosten von Rauchmeldern an, die in allen Baumärkten erhältlich sind. „Natürlich geben alle örtlichen Feuerwehren weitere Tipps zu diesem lebensrettenden Thema“, hofft Jonas darauf, dass durch die Anbringung von Rauchmeldern im privaten Bereich die traurige Statistik deutlich verändert und damit Leben gerettet werden kann.

lfv-info 03/2002
Herausgegeben und landesweit verbreitet
am 14. Juli 2002

Mehr Informationen auch unter:
Feuerwehrmann.de











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