Löschgruppe Lamersdorf

2015

Der Löschgruppe gehören 29 Mitglieder an:

  • 17 Mitglieder in der aktiven Wehr
  • 2 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr
  • 10 Mitglieder in der Ehrenabteilung

Die Löschgruppenführung besteht aus:

  • Löschgruppenführer: Dietmar Bannat
  • stellv. Löschgruppenführer: Daniel Göbbels
  • stellv. Löschgruppenführer: Hans-Werner Marx

(Stand: 28.07.2017)

Gerätehaus

Das aktuelle Gerätehaus befindet sich in der Drieschstraße und wurde 1988 gebaut.

Es beherbergt neben der Löschgruppe zur Zeit ein Löschfahrzeug und ein Manschafts-Transportfahrzeug:

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Fahrzeuge

Florian Inden LF 10-04

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Funkrufname
LF 10-04
Löschgruppe
Lamersdorf
Besatzung
1:8
Pumpenleistung
800 l / min
Wassertankinhalt (l)
600

Florian Inden MTF-01

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Funkrufname
MTF-01
Löschgruppe
Lamersdorf
Besatzung
1:7
Pumpenleistung
Wassertankinhalt (l)

Chronik

In den Gemeinden Lamersdorf und Frenz wurde im August 1927 durch den damaligen Branddirektor Hans Kratz eine freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Unter der Führung des Brandmeisters Albert Bergs fanden sich 12 Männer aus Lamersdorf und 13 Männer aus Frenz zur Bildung einer freiwilligen Feuerwehr zusammen.

Gründungsmitglieder aus Lamersdorf waren:

  • Gerhard Pelzer
  • Josef Lürken
  • Josef Pelzer
  • Arnold Müller
  • Reiner Leonards
  • Wilhelm Marx
  • Josef Bardenberg
  • Peter Rosarius
  • Anton Bergs
  • Kaspar Bergs
  • Franz Körver
  • Michael Günter

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Alter Feuerwehr-Ausweis

 

Mit den Kameraden aus Frenz bildeten sie vier Abteilungen: die Steigerabteilung, die Spritzenabteilung, die Wasserabteilung und die Ordnungsabteilung. Im Sommer fand alle 14 Tage sonntags um 5 Uhr eine Übung statt. Dazu wurden die Kameraden um 4:30 Uhr durch den hornisten geweckt. So entwickelte sich in kurzer Zeit eine schlagkräftige Wehr.

1928 trennten sich die Wehren Lamersdorf und Frenz. Die Mitgliederliste der Löschgruppe Lamersdorf vom 4. Februar 1928 weist folgende Naman auf:

  • Albert Bergs (Brandmeister)
  • Gerhard Pelzer (Stellvertreter)
  • Josef Bardenberg
  • Peter Bardenberg
  • Hubert Bergs
  • Anton Bergs
  • Peter Bohnen (Schriftführer)
  • Kaspar Bergs
  • Peter Flatten
  • Johann Fassbender
  • Heinrich Brehm
  • Franz Körver
  • Reiner Leonards (Zeugwart)
  • Josef Lürken
  • Josef Bartz
  • Arnold Müller
  • Michael Offergeld
  • Josef Pelzer I
  • Josef Pelzer II
  • Josef Minkenberg
  • Peter Rosarius
  • Karl Schmitz
  • Peter Schmitz
  • Peter Lövenich
  • Kornelius Wienands

Im Jahr 1929 naute die Feuerwehr in eigener Regie auf dem Driesch eine 2-stöckige Steigerwand zu Übungszwecken auf.

Bereits vor dem offiziellen Gründungsjahr der freiwilligen Feuerwehr fanden sich in Lamersdorf immer wieder beherzte Männer im Ernstfall zur Brandbekämpfung zusammen. So ist in einem Artikel des Jülicher Kreisblattes aus dem Jahre 1930 zu entnehmen, dass im Jahre 1811 Männer aus Lamersdorf gemeinsam mit Männern aus Inden in einem brennenden Haus in Lamersdorf nur noch den Sohn retten konnten, der Vater war in den Flammen umgekommen.

Im September 1933 legte Albert Bergs aus Altersgründen den Brandmeisterposten nieder. Sein Nachfolger Anton Bergs übernahm diese Aufgabe bis zu seinem Wegzug im Jahre 1936. Neuer Brandmeister wurde Leonhard Königsstein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lamersdorf mit 37 Mann die stärkste Wehr im Amtsbezirk Lucherberg. In den Kriegsjahren wurden höchste Anforderungen an die noch verbliebenden Feuerwehrmänner gestellt.

1943 erfolgte die Einführung einer Pflichtfeuerwehr, der auch Frauen angehörten. Die 1944 immer näher rückende Kriegsfront, die Bombenangriffe und die Einberufung fast aller ausgebildeten Feuerwehrmänner erschwerten die reguläre Tätigkeit der freiwilligen Feuerwehr.

Als die Kampffront imHerbst 1944 bis in unsere engere Heimat vorgedrungen war, mussten durch das Kriegsgeschehen entstandene Brände so bekämpft werden, wie es nach lage der Verhältnisse noch möglich war.

Während der Zeit, als keine Bürger mehr in Lamersdorf waren, brannten im Ort zahlreiche Häuser, Scheunen und Stallungen bis auf die Grundmauern ab. Wegen felhender Transportmöglichkeiten mussten sämtliche Gerätschaften der Feuerwehr bei der Evakuierung zurückgelassen werden.

Bürgermeister Hans Kratz, der erste Organisator der freiwilligen Feuerwehr Lamersdorf blieb deren Chef bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Sein Nachfolger wurde Amtsdirektor Josef Gerards.

Der nach dem Krieg mit der Neuaufstellung der freiwilligen feuerwehr Lamersdorf beauftragte Brandmeister Ludwig Leonards führte diese bis zum Jahre 1961. In dieser Zeit wurde die Löschgruppe zu verschiedenen Großschadensereignissen gerufen. 1952, während des Schützenfestes, ging ein Unwetter nieder und die Kameraden mussten aufgrund des Hochwassers zahlreiche Keller leer pumpen. In den jahren 1957 und 1959 brannte die Papierfabrik in Lamersdorf. Diese Einsätze fuhr die Wehr nicht, wie heute üblich, mit einem Löschfahrzeug. Die Kameraden zogen mit eigener Muskelkraft eine Feuerlöschkarre vom damaligen Spritzenhaus "Im Dom" an der Schulstraße (jetzt Drieschstraße) zum Brandort. Die Löschkarre war bestückt mit einem Standrohr und Schlauchmaterial.

Ehemaliges Spritzenhaus "Im Dom" (Foto aus 1962)

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Rechts im Bild die Löschkarre (das erste "Feuerwehrfarhzeug" in Lamersdorf)

 

Nachfolger von Brandmeister Ludwig Leonards wurde Brandmeister Heinrich Vogel.

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Festzug Oktober 1964
Linke Reihe: Werner Marx, Josef Jansen
Mittlere Reihe: Heinrich Vogel, Ludwig Leonards, Josef Pelzer, Hans Mürkens
Rechte Reihe: Fritz Ritter, Franz Fusari, Jakob Rosarius, Reiner Lövenich

 

In seine Amtszeit fiel das 40-jährige Gründungsfest der Löschgruppe Lamersdorf. Dieses wurde mit einem Festzug durch Lamersdorf, einem Festball im Saal Lahaye, sowie einer großen Abschlussübung gefeiert.

Der bisher benutzte Löschkarren wurde gegen einen Tragkraftspritzen-Anhänger ausgetauscht. Auch dieser Anhänger wurde noch von Hand gezogen, konnte aber auch bei Bedarf an einen Traktor angehängt werden. Der TSA war zusätzlich zu den bisherigen Ausrüstungsgegenständen mit einer Leiter bestückt. Aufzeichnungen über Löscheinsätze aus dieser Zeit sind leider nicht vorhanden.

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von links: Peter Lövenich, Horst Kröngen, Fritz Fusari, Franz Fusari, Herbert Korte, unbekannt

 

1971 übergab Brandmeister Vogel die Führung der Löschgruppe an Brandmeister Leo Königstein. Sein Stellvertreter wurde Peter Lövenich. Leo Königstein stand der Löschgruppe bis 1990 vor. Während dieser fast 20-jährigen Dienstzeit machte die Löschgruppe einschneidende Veränderungen durch. 1971 wurde die Pausenhalle der alten Volksschule an der Drieschstraße zum neuen Feuerwehrgerätehaus umgebaut. Im Dezember des gleichen Jahres erhielt die Löschgruppe ihr erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, einen VW-Bus:

Tragkraftspritzenfahrzeug

Dieser wurde im Selbstbau zum Feuerwehrfahrzeug TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) umgebaut. Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurde die bisherige  Amtsfeuerwehr Lucherberg, zu der auch die Löschgruppe Lamersdorf gehörte, aufgelöst und in die Gemeindefeuerwehr Inden eingegliedert. 1974 wurden alle Kameraden erstmals mit einer einheitlichen Arbeitsuniform ausgerüstet. Zur Finanzierung des nähher rückenden 50-jährigen Löschgruppenjubiläums begann man im Mai 1976 mit einer Schrottsammlung. Diese wurde bis in die 90er Jahre beibehalten.

1977 bestand die Löschgruppe 50 Jahre. Gemeinsam mit dem Maiclub Lamersdorf wurde vom 20. - 22. Mai das Jubelfest mit Festkommers im Festzelt an der Drieschstraße, Fahrzeugschau, Ball und Festzug gefeiert.

 

Foto aufgenommen beim 50-jährigen Jubiläum der Löschgruppe 
1. Reihe v. l.: Franz Körver, Heinrich Göbbels, Jakob Marx, Fritz Ritter, Hubert Brehm, Wilhelm Fussen, Gemeindebürgermeister u. Schrimherr Willi Wolff
2. Reihe: Josef Minkenberg, Reiner Lövenich, Martin Cremer, Jochen Bergs, Ehrenbrandmeister Ludwig Leonards
3. Reihe: Peter Rosarius, Josef Schmitz, Jakob Lürken, Werner Marx, KBM Adolf Dehmel
4. Reihe: Ortsvorsteher B. Gigo, Pastor Anton Vanwerch LGF Leo Königstein, GBM Josef Küschgen

 

1987 wurde das Gerätehaus abgerissen. Es erfolgte der Neubau in der jetzigen Form. Neben den Kameraden der Löschgruppe halfen ville fleißige Freunde beim Innenausbau des Gerätehauses. Im gleichen Jahr feierte die Löschgruppe ihr 60-jähriges Bestehen im Bürgerhaus Lamersdorf unter der Schirmherrschaft des damaligen Gemeindebürgermeisters Willi Wolff.

Ehemaliges Gerätehaus kurz vor dem Abriss

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Ehemaliges Gerätehaus kurz vor dem Abriss

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Bauphahse des aktuellen Gerätehauses

 

1988 besuchte eine Abordnung der Löschgruppe die internationale Feuerwehr-Ausstellung "Roter Hahn" in Hannover. 1989 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus offiziell durch Bürgermeister Wolff und Gemeindedirektor Röntgen an die Löschgruppe übergeben.

Um auch der Bevölkerung das neue Gerätehaus zu zeigen, veranstaltete die Löschgruppe am 1. Oktober 1989 einen "Tag der offenen Tür". Im gleichen Jahr erhielt die Löschgruppe von der Löschgruppe Inden ein Löschfahrzeug LF 16-TS.

Am 1. Mai 1990 wurde erstmals der Tag der Feuerwehr am Gerätehaus an der Direschstraße veranstaltet. Diese Veranstaltung ist mittlerweile aus dem Dorflebben nicht mehr wegzudenken.

Am 1. Januar 1991 übernahm Brandmeister Josef Gatzen die Führung der Löschgruppe. Sein Stellvertreter wurde Bernd Pohl. Im Dezember des gleichen Jahres wurde das Löschfahrzeug LF 16-TS ausgemustert. Statt dessen erhielt die Löschgruppe ein neues Löschfahrzeug LF 8/6, welches am 1. Mai 1992 eingeweiht, und offiziell an die Löschgruppe übergeben wurde.

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Einweihung LF 8/6 (1992)

Auch an diesem Fahrzeug arbeiteten die Kameraden viele Stunden an der Ausstattung, um diese den Bedürfnissen der Löschgruppe anzupassen.

Im Laufe des Jahres 1992 wurde das alte Löschfahrzeug TSF ausgemustert. Im gleichen Jahr wurde letztmalig eine Schrottsammlung durchgeführt.

1996 verstarb der langjährige Löschgruppenführer OBM Leo Königstein. 1998 wurde der Kameradschaftsverein Gemeindefeuerwehr Inden, Löschgruppe 2 Lamersdorf 1927, gegründet. 1997 wurde UBM Wolfgang Cohnen zum stellvertretenden Löschgruppenführer ernannt.

Fortsetzung folgt...

Einsätze in der Vergangenheit

Die nachfolgende Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll lediglich einen Überblick über markante Einsätze und Ereignisse geben.

1929 - Brand bei Johann Bohnen in der Schulstraße:

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1952 - Unwetter und Hochwasser während des Schützenfestes:

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1957 / 1959 - Großbrand in der Papierfabrik Lamersdorf:

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1967 - Scheunenbrand bei Landwirt Werner Marx

1971 - Hochwasser in der Schulstraße, 1. und 2. Weihnachtstag Brand der Müllkippe Indetal

1973 - Brand der Müllkippe Indetal, Alarmübung im Industriegebiet Pier

1974 - Brandschutzwoche (die Feuerwehr besucht Schulen und Kindergärten), Gesamtübung der Gemeindefeuerwehr in Schophoven (Gut Müllenark)

1976 - Großbrand nach mehreren Explosionen RWZ Inden am 1. Mai, Brand Müllkippe Tagebau Inden, Alarmübung Papierfabrik Lamersdorf

1977 - Brand auf der Müllkippe Frenz, Katastrophenschutz-Übung Inde 77

1979 - Brand im Hotel Lamersdorf, Suchaktion nach einem vermissten Kind

1981 - Großbrand Indeplastik (Zweigfabrik Lamersdorf)

1982 - Kaminbrand Indestraße, Unwetter im September (Mittelstraße, Indestraße, Drieschstraße Land unter)

1984 - Kaminbrände Inde- & Drieschstraße, Brand einer Standheizung in einem reisebus, Alarmübung Papierfabrik Lamersdorf

1985 - Kaminbrände Indestraße, Unwetterschäden in Lamersdorf, LKW-Unfall in Inden

1987 - Großbrand PKI (Einsatzdauer 3 Tage), Großbrand Denhoven in Pier

1988 - Unwetter (vollgelaufene Keller in der Indestraße)

1989 - Brand Indeplastik

1990 - Brand der Papierpresse und Altpapiersilo in der Papierfabrik Lamersdorf:

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1991 - Wohnungsbrand in Schophoven, Zimmerbrand in der Corneliusstraße, implodiertes Fernsehgerät in der Grubenstraße, Kaminbrand in der Corneliusstraße

1992 - Garagenbrand in Pier, Brand eines Bauwagens an der Wehebachbrücke, Ölspur in Pier

1993 - Brand in Asylantenheim Altdorf, Scheunenbrand Gut Merödgen, Brand in Papierschredderanlage Papierfabrik Lamersdorf, Schwelbrand Sargfabrik Pier

1994 - Brand einer Strohmiete Frenzer Weg, Dachstuhlbrand Inden, Kellerbrand Pier

1995 - Brand Indeplastik, Hochwasser in Pier, Scheunenbrand Merödgener Straße, Flächenbrand in Schophoven

1996 - Brand Indeplastik

1997 - Dachstuhlbrand Inden, Katastrophenschutz-Übung Inde 97 in Inden

1998 - KFZ-Brand in Inden, Dachstuhlbrand Bahnhofstraße

1999 - Schwelbrand Parkschule Inden, Suche einer vermissten Person, Brand Sargfabrik Pier, Brand in Luftschutzbunker Goltsteinstraße

2000 - Brand Strohmiete Frenzer Weg, Großübung mit THW und DRK Gut Müllenark

2001 - Verkehrsunfall Mittelstraße, Brand in Sargfabrik Pier, Brand Papierfabrik Lamersdorf

Letzte Einsätze

MeldungDatum
Gasgeruch 18.06.2018
Verletztes Tier 17.06.2018
Ölspur 11.06.2018
Straße unter Wasser 30.05.2018
Wasser im Aufzugschacht 30.05.2018

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