Zugübung des ABC-Zug 502

Am Samstag, 26.05.2018 um 14.30h, sammelte sich der ABC-Zug 502, der sich aus Einheiten der Feuerwehren Aldenhoven, Inden, Langerwehe und Niederzier bildet, auf dem Exmouth-Platz in Langerwehe zur ersten ABC-Zugübung in diesem Jahr.

Kurze Zeit später wurde die Einheit aus Langerwehe zu einem „unbekannten Stoffaustritt“ in der Wassergewinnungsanlage Wenau alarmiert. Der Gruppenführer dieser Einheit konnte als erstes Erkundungsergebnis die Aussage eines Mitarbeiters aufnehmen, welcher nach Atemwegsreizungen im Gebäude der Wasserenthärtungsanlage beim Verlassen derselbigen einen Kanister mit einer bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Flüssigkeit umgestoßen hatte. Nach Erstversorgung des Mitarbeiters entschloss sich der Gruppenführer daraufhin den Gefahrenbereich auf das Gebäude bis ca. 3 Meter vor dem Eingangsbereich zu definieren.

Ungefähr 10 Minuten später traf der ABC-Zug an der Einsatzstelle ein. Nach einer Lageeinweisung übernahm der Zugführer des ABC-Zuges die Einsatzleitung. Der ausgetretene Stoff musste identifiziert werden, damit dieser entsprechend gebunden werden konnte. Dazu wurde die anwesende Messeinheit der Feuerwehr Niederzier, die für diese Aufgaben ein ausgerüstetes Fahrzeug und geschultes Personal besitzt, beauftragt. Damit sich die Einsatzkräfte beim Arbeiten im Gefahrenbereich schützen können, tragen diese neben atemluftunabhängigem Atemschutz zusätzlich einen Chemikalien-Schutz-Anzug (CSA).

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Es wurde ein Trupp mit 3 Mann eingesetzt, um den ausgetretenen Stoff zu identifizieren sowie diesen mit entsprechendem Chemikalien-Bindemittel zu binden. Da der betroffene Mitarbeiter über Atemwegsreizungen klagte, wurde der Trupp zur weiteren Erkundung in den Keller des Gebäudes geschickt. Dort stellte sich heraus, dass Schwefelsäure an einer defekten Leitung austrat. Diese Leckage wurde durch den nächsten Trupp abgedichtet.

Um eventuelle Kontaminationen mit den Stoffen zu beseitigen, mussten die CSA-Träger über einen dafür eingerichteten Dekontaminationsplatz den Gefahrenbereich verlassen. Dieser Dekontaminationsplatz wurde von  der entsprechend ausgebildeten Dekon-Einheit der Feuerwehr Aldenhoven betrieben.

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Vorsorglich wurde der Abwasserkanal des Gebäudes mit einem speziellen Dichtkissen abgedichtet, damit der ausgetretene Stoff nicht in die Umwelt gelangen konnte. Weiterhin wurden am in der Nähe befindlichen Wehebach Probemessungen durchgeführt, um eine eventuelle Kontamination durch den ausgetretenen Stoff auszuschließen.

Während des Einsatzes war der Fachberater Chemie vor Ort, der durch sein Wissen die Einsatzleitung beraten und unterstützt hat. Die K49 wurde im weiteren Einsatzverlauf von der L12 bis Wenau für den Verkehr gesperrt.

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Abschließend waren aufgrund der hohen Temperaturen die Einsatzkräfte froh, als die Übung nach ca. 2 Stunden beendet war.

Durch diese Übung wurden wieder wertvolle Erkenntnisse gesammelt, die im Einsatzfall sehr hilfreich sind.

Ein Dank gilt hier besonders den Mitarbeitern des Wasserleitungszweckverbandes, die ein tolles Szenario dargestellt hatten.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Langerwehe

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